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Morgens wurden wir
im Hörsaal der Kinderklinik des Klinikums Dortmund von und Helga
Kipp (Glaukom-Büro NRW, Initiatorin des Glaukomtages)
begrüsst. Sie stellte fest, dass ca. 120 Gäste angemeldet
waren und dankte
allen, die ihr geholfen hatten, diese Veranstaltung auszurichten. Auch
die Initiative Glaukom-Kinder wurde von ihr vorgestellt.
Es folgte ein Vortrag von Dr. Grieshaber vom Universitätsspital
Basel, Schweiz (Mitarbeiter von Prof. Dr. Flammer!) über das
Normaldruck-Glaukom. Anschliessend konnten Fragen zu diesem Thema
gestellt werden.
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Dr. Grieshaber vom Universitätssspital Basel, Schweiz
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Nach einer kurzen
Pause, die ich nutzte, um Dr. Grieshaber unsere Initiative vorzustellen
und ihm Flyer mitzugeben, hielt Dr. Grieshaber einen Vortrag über
das kindliche Glaukom. Er erzählte vom klassischen "Trias":
Tränenfluss, Blendempfindlichkeit
und krampfartiger Lidschluss als äussere Symptome des kindlichen
Glaukoms. Desweiteren wusste er zu berichten, dass die Ausbildung des
Trabekelwerkes und die Differenzierung des Kammerwinkels ab dem 5.
Schwangerschaftsmonat statt findet. Kommt es hierbei u.a. zur
vermehrten Bildung von Kollagenose (Gewebe), so kann daraus das
kindliche Glaukom entstehen.
Zu den bekannten Symptomen, wie Augapfelvergrösserung,
Hornhautödem und Sehnervenschädigung wurden bei den über
3-jährigen Kindern zusätzlich eine zunächst unklare
Sehverminderung, Schielen und Kurzsichtigkeit genannt.
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Zur Diagnostik
gehört laut Dr. Grieshaber neben der Druckmessung auch immer eine
Kammerwinkelspiegelung (Gonioskopie) dazu. Der Normbereich für den
intraokulären Druck (IOD) beim Kleinkind wurde mit 11-14 mmHg
angegeben. Zu beachten sei, dass die meisten Anästhetika eine
augendrucksenkende Wirkung haben.
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Als Therapieziel
sollte eine Langzeit-Drucksenkung mit minimalem Risiko für das
Auge angestrebt werden. Die Behandlung ist laut Dr. Grieshaber immer
sehr individuell. Wenn die Diagnose noch unklar ist, könne man
sich zunächst auf eine bloße Beobachtung beschränken.
In den meisten Fällen ist eine Behandlung aber erforderlich. Es
gibt die chirurgische Therapie und die medikamentöse Therapie,
wobei Medikamente alleine nicht wirksam sind und zudem Nebenwirkungen
hervorrufen können, die die Kleinkinder noch nicht mitteilen
können. Die Medikamente sollten nur bis zur OP eingesetzt werden
oder nachfolgend nur, wenn die OP den Druck nicht erfolgreich senken
konnte.
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Es wurden dann noch
die verschiedenen Tropfenarten, wie z.B. Karboanhydrasehemmer und
Betablocker beschrieben. Ebenso wurden die chirurgischen Eingriffe, wie
Goniotomie, Trabekulotomie, Trabekulektomie, Sklerotomie,
Viskokanalostomie und Drainage-Implantate, Zyklophotokoagulation (in
der Schweiz nicht mehr angewendet) erläutert. Es würde den
Rahmen sprengen, an dieser Stelle näher
darauf einzugehen. Fragen diesbezglich könnt Ihr gerne im Forum
stellen. Die Therapie wurde weiterhin mit Überwachung des
Augeninnendrucks, Beheben der Fehlsichtigkeit und einer
Amblyopiebehandlung beschrieben. Für eine Fragerunde zu diesem
Vortrag war leider keine Zeit mehr. |
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Nachmittags wurde
die Veranstaltung dann im St. Johannes-Hospital fortgesetzt.
Dort herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre: man unterhielt
sich, tauschte sich aus und informierte sich an den verschiedenen
Ständen.
Es wurden noch Vorträge von Prof. Dr. Kohlhaas (Augenlinik
Johanneshospital) und von dem Optikermeister Frank Siewert gehalten.
Herr Siewert ist Fachberater für Sehbehinderte und hatte ein
breites Spektrum an Kantenfiltern
und Leselupen etc. mitgebracht. Darüber hinaus konnte man sich
verschiedene Untersuchunsgeräte, wie z.B. HRT und GDx,
erklären
lassen und selbst ausprobieren.
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Unser Stand wurde
von einigen betroffenen Glaukompatienten aufgesucht, die erschrocken
darüber waren, dass auch Kinder schon an dieser Erkrankung leiden
können. Auch Prof. Dr. Kohlhaas konnte ich unsere Initiative
vorstellen.
Er war sehr interessiert und bestärkte uns darin, unsere sinnvolle
Arbeit fortzuführen. Unterstützt wurde unser Stand von Frau
Gudrun Badde, die auf die Familienkurse für sehgeschädigte
Kinder von "Bewegung im Dialog e.V." hingewiesen hat.
Um ca. 16 Uhr ging die Veranstaltung dem Ende entgegen.
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